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47-jährige Romni aus dem Kosovo stirbt einen Monat nach ihrer Abschiebung

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47-jährige Romni aus dem Kosovo stirbt einen Monat nach ihrer Abschiebung

Trotz Behandlungsbedürftigkeit abgeschoben – Tod war verhinderbar – Menschenrechts-Aktivistin bittet dringend um Hilfe und Bleiberecht für Asyl-suchenden Mann aus dem Iran in Thüringen

PRO ASYL erneuert Forderung nach Abschiebungsstopp für Menschen und Minderheiten aus dem Kosvo

Berlin / Mainz / Erfurt 10. Januar 2011. Nur einen Monat nach der Abschiebung in den Kosvo ist eine 47jährige Frau und Mutter an den Folgen einer Gehirn-Blutung verstorben. Die Frau suchte in Rheinland-Pfalz und in Deutschland Asyl. Am 7. Dezember 2010 wurde die 47-jährige Romni Frau T. aus dem Landkreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz) über den Flughafen Düsseldorf zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem 14-jährigen Sohn abgeschoben. Der psychisch schwerkranken Frau wurde nach der Ankunft keine Hilfe zuteil. Eine fachärztliche Untersuchung unmittelbar vor der Abschiebung hat es offenbar nicht gegeben.

Am 7. Januar 2011 erhielt der deutsche Anwalt der Familie die Nachricht, dass Frau T. an den Folgen einer Gehirnblutung verstorben ist.

Details des Skandals schildert der Verfahrensbevollmächtigte der Familie, Rechtsanwalt Dieckmann, in einer Presseerklärung. Er wirft der Landesregierung vor, dass es nach dem letzten Beschluss der Innenministerkonferenz am 19. November 2010 zum Bleiberecht für bislang geduldete minderjährige Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz keinen zeitnahen Erlass mit einem Abschiebungsstopp für die potentiell Begünstigten gegeben hat. Da der 14-jährige Sohn die Voraussetzungen der angestrebten bundesgesetzlichen Regelung erfüllen würde, wäre die Abschiebung sonst wohl zu verhindern gewesen. PRO ASYL schließt sich der Forderung des Anwalts an die Landesregierung an, sie möge dafür Sorge tragen, dass der Sohn Abdil und sein Vater so schnell wie möglich nach Deutschland zurückkehren dürfen und in die geplante Regelung einbezogen werden.

Abschiebungen von Roma in den Kosovo lehnt PRO ASYL grundsätzlich ab. Sie führen in aller Regel in Diskriminierung und schlimmstes Elend.

In Thüringen kämpft unterdessen zur Zeit ein Mann aus dem Iran für ein Bleiberecht, Schutz vor Verfolgung und Asyl in Deutschland. Dem Mann droht im Iran schwere Verfolgung und möglicherweise sogar der Tod. Eine Menschenrechts-Aktivistin in Thüringen bittet dringend um Hilfe für den Asyl-suchenden Mann aus dem Iran, der in Thüringen auf Schutz und Schelter hofft, teilte ein Sprecher des internationalen Medienprojektes für Menschenrechte, Liberty and Peace NOW! Human Rights Reporters (www.libertyandpeacenow.org / http://www.humanrightsreporters.wordpress.com) mit. Andreas Klamm-Sabaot

Written by Andreas Klamm Sabaot, Journalist, regionalhilfe.de

January 10, 2011 at 2:35 pm

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