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Eskalation der Gewalt: Mehr als 50 Menschen in Tunesien getötet

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Eskalation der Gewalt: Mehr als 50 Menschen in Tunesien getötet

Proteste gegen Armut, Jugendarbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit und gegen Unterdrückung – Demonstranten mit schwersten Kopf-Verletzungen konnten im Krankenhaus nicht gerettet werden – Freilassung von Journalisten, Bloggern und Demonstranten gefordert – Protest-Beobachter sprechen von “Revolte”

Tunis / Tunesien / Nord-Afrika. 11. Januar 2011. (and). In Tunesien wurden bei Protesten zwischen Menschen, Studenten und Regierungskräften, unterschiedlichen Quellen zufolge, mehr als 50 Menschen in den vergangenen Tagen und gestern getötet. Die Menschen haben zum Teil schwerste Kopf-Verletzungen mit offenen Schädel-Wunden erlitten. In einem Krankenhaus versuchten mitten im Chaos verzweifelt, Ärzte, Schwestern und Hilfskräfte das Leben der zum Teil schwerst verletzten Menschen zu retten, leider ohne Erfolg. Die “Kämpfe” oder “Ausschreitungen” sind, unterschiedlichen Berichten zufolge, noch nicht beendet.

Der Präsident von Tunis, Ben Ali, verurteilte in einer Fernseh-Ansprache die Proteste als “terroristische Akte vermummter Gannoven” und kündigte zugleich Maßnahmen der Regierung gegen die hohe Jugend-Arbeitslosigkeit an.

Anhänger der Proteste und zum Teil friedliche Demonstrationen informierten darüber, dass es sich bei den Protesten um “einen Volksaufstand in der Folge staatlicher Unterdrückung und bei schwersten sozialen Nöten”, handele. “Tunesien habe als Diktatur”, das Bild von einer “friedlichen und heilen Welt des Landes Tunesien nach außen hin über lange Zeit aufrecht erhalten können mittels Marketing.”, doch vermutlich werde Präsident Ben Ali die “Revolte” in Tunesien “politisch jetzt nicht überstehen.”

Nach der Eskalation der Gewalt in mehreren Städten des Landes Tunesien wurden alle Schulen und Universitäten geschlossen.

Brüssel: Freilassung von Journalisten, Bloggern und Demonstranten gefordert

Nachdem eine Vielzahl von Journalisten, Bloggern und Demonstranten in Tunesien verhaftet wurden, forderte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die sofortige Freilassung der festgenommenen Demonstranten. Die tunesischen Behörden müssten “Blogger, Journalisten, Anwälte und andere Menschen, die friedlich demonstriert haben”, umgehend wieder freilassen, erklärte eine Sprecherin von Catherine Ashton in Brüssel, informierte die Nachrichten-Sendung Tageschau (de) der ARD.

Written by Andreas Klamm Sabaot, Journalist, regionalhilfe.de

January 11, 2011 at 10:53 am

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