Daily Archives: June 12, 2013

Hochwasser: Flut-Scheitel erreicht Wittenberge

Hochwasser: Flut-Scheitel erreicht Wittenberge

Lage gespannt, aber stabil – Fast 4.000 Helfer kämpfen gegen Hochwasser

Potsdam, 12. Juni 2013. (red). – Der Flutscheitel der Elbe hat am (heutigen) Dienstagvormittag die Prignitz erreicht. Der Pegel bei Wittenberge stieg bis auf 7,75 Meter und blieb dort stabil, wie das Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Potsdam mitteilte. Damit war der Wasserstand deutlich höher als bei der Jahrhundertflut von 2002. Wegen des langgezogenen Flutscheitels bleiben die Wasserstände der Elbe noch mehrere Tage auf sehr, sehr hohem Niveau und die Lage an den Deichen damit äußerst angespannt.

Fast 2.700 Einsatzkräfte und Freiwillige füllten und verluden in der Prignitz Sandsäcke und sicherten auftretende Problemstellen an den Deichen. Erneut waren darunter mehr als 1.000 freiwillige Helfer. Zu den Einsatzkräften gehören auch 20 Reservisten der künftigen Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSUKp) Brandenburg. Landesweit wurden fast 4.000 Hilfskräfte gezählt, mehr als an den Tagen zuvor.

Im westlichen Havelland blieb die Lage ruhig. Das auslaufende Wasser nach dem Bruch des Elbdeichs bei Fischbeck (Landkreis Stendal/Sachsen-Anhalt) erreichte Brandenburg bis zum Abend nicht. Innenminister Dietmar Woidke informierte sich bei einem Besuchs des Krisenstabs Havelland über die Lage und besuchte danach die Prignitz. Dort traf er am Abend unter anderem mit dem Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (TA), Generalmajor Hans-Werner Wiermann, zusammen. Am Mittwoch wird Woidke erneut in die Prignitz kommen. Er landet am Vormittag (voraussichtlich 10.00 h) in Wittenberge (Sportplatz).

In Mühlberg/Elbe verabschiedeten am Dienstnachmittag Landrat Christian Jaschinski und Bürgermeisterin Hannelore Brendel feierlich die 250 Bundeswehrsoldaten, die in den vergangenen Tagen die Sicherung der Stadt gegen das Elbe-Hochwasser unterstützt hatten.

Seit Beginn der Hochwasserlage wurden die betroffenen Regionen umfangreich mit Material aus dem Landeskatastrophenschutzlager in Beeskow unterstützt. Geliefert wurden unter anderem 2,6 Millionen Sandsäcke sowie 283 Big Bags und 50 Netzcontainer für die Verlastung von Sandsäcken per Hubschrauber. Außerdem wurden 1.088 Betten für Einsatzkräfte und Notunterkünfte bereitgestellt. Sie kamen aus Beständen der Bundeswehr, des Deutschen Roten Kreuzes und des Landeslagers. Der Landesbetrieb Forst lieferte 5.660 Faschinen. Diese Reisig- oder Strauchbündel können das Rutschen von Erdmassen an Hängen verhindern und werden deshalb auch zur Stabilisierung von Deichanlagen verwendet.

Aktuelle Informationen zur Hochwasserlage finden Sie im Internet unter: http://www.internetwache.brandenburg.de/hochwasser

Russland: Homophobie per Gesetz

Russland: Homophobie per Gesetz

Berlin, 12. Juni 2013. (red). Zur Verabschiedung des Gesetzes gegen sogenannte “Homosexuellen-Propaganda” in Russland erklären Marieluise Beck, Sprecherin für Osteuropapolitik und Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Menschenrechtspolitikvon Bündnis 90 / Die Grünen: “Mit dem heute beschlossenen Gesetz werden homophobe Ressentiments befeuert. Es öffnet Tür und Tor für behördliche Willkür. Denn nun kann praktisch jedes öffentliche Bekenntnis zu Homosexualität bestraft werden.

Das diskriminierende Gesetz beschränkt die Rechte lesbischer, schwuler, bisexueller und transsexueller Menschen und trägt zu einem Klima der Ausgrenzung und des Hasses gegenüber LGBT bei.

Das Vorgehen der Duma ist ein weiterer Angriff auf die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie auf die russische Zivilgesellschaft. Nach der Verabschiedung des repressiven NGO-Gesetzes sind viele Organisationen, die sich für die Menschenrechte von LGBT einsetzen, ohnehin behördlichen Schikanen ausgesetzt. Nun wird ihnen die letzte Luft zum Atem genommen.

Unsere Solidarität gilt den mutigen Männern und Frauen, transsexuellen und intersexuellen Menschen, die unter immer stärker werdendem Druck gegen Diskriminierung und Ausgrenzung kämpfen. Die Bundesregierung ist aufgerufen, alle Möglichkeiten in den bilateralen Beziehungen, innerhalb der EU und des Europarats zu nutzen, um den Aktivistinnen und Aktivisten und ihrem Engagement zur Seite zu stehen.”

Nachtvorlesungen zum Thema Beruf und Krankheit ab dem 13. Juni in der Universitätsmedizin Mainz

Nachtvorlesungen zum Thema Beruf und Krankheit ab dem 13. Juni in der Universitätsmedizin Mainz

Aktuelle Staffel rückt Berufsbedingte Erkrankungen in den Fokus

Mainz, 11. Juni 2013. (br). Ab Donnerstag, den 13. Juni, wird die Veranstaltungsreihe „Nachtvorlesung für jedermann“ fortgesetzt in der Universitätsmedizin Mainz. Im Mittelpunkt der neuen Staffel stehen Erkrankungen, die mit der Ausübung eines Berufes unmittelbar verbunden sind. Wie immer bei Nachtvorlesungen werden nicht nur die Probleme benannt, sondern vor allem auch konkrete Verhaltensempfehlungen ausgesprochen und die besten Therapiemöglichkeiten dargestellt. In bewährter Tradition bietet sich den Veranstaltungsbesuchern darüber hinaus die Gelegenheit, im Anschluss an die Vorträge eine offene Diskussion mit den Teilnehmern und ein Nachgespräch in Biergartenatmosphäre zu führen. Die vier Themenabende der aktuellen Nachtvorlesungsstaffel finden jeweils donnerstags ab 20 Uhr im großen Hörsaal der Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz statt (Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Der Weg ist ausgeschildert. Eintritt und Bewirtung sind frei.

Am ersten Abend der Vorlesungsreihe wird zunächst erklärt, was berufsbedingte Erkrankungen sind. Darüber hinaus werden die wichtigen Themen „burn-out“ und psychische Belastungen am Arbeitsplatz durch ausgewiesene Spezialisten angesprochen. Hier spielt auch das Thema Lehrergesundheit eine ganz entscheidende Rolle. Wer im Beruf viel stehen muss, wie Lehrer und andere Berufsgruppen, kennt auch andere Probleme: Krampfadern sind inzwischen zu einem Volksleiden geworden. Das ganze Spektrum von seinen harmlosen Formen bis hin zu Krampfadern, die den Tod bringen können, wenn Entzündungen oder Gerinnsel in den Körper verschleppt werden, wird dargestellt. Auch Herzrhythmusstörungen, die berufsbedingt sein können, sind potentiell todbringend.

Am 20. Juni geht es weiter mit konkreten organischen Manifestationen als Folge von Berufstätigkeit: dazu gehören beispielsweise die Lärmschwerhörigkeit und Funktionsstörungen der Hand – ein besonders empfindliches und wichtiges Organ im Arbeitsprozess. Eine weitere wichtige, aber häufig verkannte Begleiterscheinung von anstrengenden und stressbelasteten beruflichen Situationen ist der Bluthochdruck. Die Referenten widmen sich zudem der Frage, wie sich eine chronische Erkrankung, beispielsweise Diabetes oder Asthma, auf die berufliche Tätigkeit auswirkt.

Am 27. Juni informieren die Experten über Asbestbelastungen im Arbeitsumfeld und den oft unvermeidlichen chirurgischen Folgen. Viele Arbeitnehmer berichten über Volkskrankheiten im Zusammenhang mit ihrer Arbeitstätigkeit, was sich auch in den attestierten Arbeitsunfähigkeiten widerspiegelt: Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Auch das wichtige Thema Schlafstörungen wird von einem bekannten Spezialisten aufgegriffen. Er widmet sich in seinem Vortrag insbesondere den Schlafstörungen bei Schichtarbeit.

Die aktuelle Staffel „Nachtvorlesung“ endet am 4. Juli mit Wissenswertem über Hauterkrankungen, die durch berufliche Exposition entstehen, über Erkrankungen des Knie- und des Hüftgelenkes und mit Überlegungen, wie man berufsbedingten Erkrankungen vorbeugen kann.

Termine und Themen im Überblick

Donnerstag, 13. Juni: Im Beruf stehen

· Prof. Dr. med. Dirk-Matthias Rose (Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin):

„Kurze Einführung in Berufsbedingte Erkrankungen“

· Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Manfred E. Beutel (Klinik und Poliklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie):

„Immer mehr Stress und Burn-out? Umgang mit psychischen (und sozialen) Belastungen am Arbeitsplatz“

· Prof. Dr. med. Dirk-Matthias Rose (Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin):

„Lehrergesundheit“

· Helge Weiler (Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie):
„Herzrhythmusstörungen und berufliche Belastung“

· PD Dr. med. Fritz Dünschede (Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie):

„Krampfadern – Anlage oder berufsbedingte Erkrankung“

Donnerstag, 20. Juni: Aktives Arbeitsleben trotz Krankheit und Schlafstörungen

· Univ. Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel (Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin):

„Die Hand als gefährdetes Arbeitsinstrument, VVS und HHS“

· Univ. Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel (Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin):

„Chronisch krank und Arbeitsleben“

· Univ. Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wolf J. Mann (Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik):
„Lärmschwerhörigkeit“

· Dr. Hans-Günter Weeß (Leiter Schlafzentrum des Pfalzklinikums):

„Schlafstörungen bei Schichtarbeit“

Donnerstag, 27. Juni: Wohin führt die berufliche Belastung?

· Univ. Prof. Dr. med. Roland Buhl (III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Schwerpunkt Pneumonologie):

„Asbest, der Fluch der Todesfaser“

· Dr. med. Ömer Senbaklavaci (Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie):

„Wenn nur noch der Lungenchirurg helfen kann: Endstadien berufsbedingter Lungenerkrankungen“

· PD Dr. med. Konstantinos Kafchitsas (Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie):

„Rückenschmerzen – Das Kreuz mit dem Kreuz“

· Univ Prof. Dr. med. Frank Birklein (Klinik und Poliklinik für Neurologie):

„Kopfschmerzen und Beruf“

· Daniela Link (Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie):

„Bluthochdruck und Arbeitsumfeld“

Donnerstag, 04. Juli: Berufliche Spuren – wie kann ich mich schützen?

· PD Dr. med. Detlef Becker (Hautklinik und Poliklinik):

„Berufsbedingte Hauterkrankungen“

· Dr. med. Patrick Ingelfinger (Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie):

„Berufsbedingte Erkrankungen des Kniegelenks“

· Dr. med. Stefan Mattyasovszky (Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie):

„Berufsbedingte Erkrankungen des Hüftgelenks“

· Univ. Prof. Dr. med. Christian-Friedrich Vahl (Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie):

„Berufung als Auslöser für Berufs-assoziierte Erkrankungen“

· Prof. Ellen Closs (Institut für Pharmakologie):

„Prävention berufsbedingter Erkrankungen“

Bei jeder Nachtvorlesung wird das Thema von den Experten für Laien verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Darüber hinaus bietet sich anschließend ganz nach „Nachtvorlesungsart“ die Gelegenheit, bei Bratwurst, Brezeln und Getränken mit den Ärzten und anderen Besuchern der Vorlesung ins Gespräch zu kommen.

Wie immer wird die Nachtvorlesungsreihe von der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Mainz und ihrem Direktor Univ.-Prof. Dr. med. Christian Vahl organisiert und von der Allgemeinen Zeitung unterstützt. Sie ist eingebettet in den Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz (Sprecher: Univ.-Prof. Stephan Füssel).

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. Christian F. Vahl, Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Telefon 06131 17-3208, Fax 06131 17-3626,

E-Mail: christian.vahl@unimedizin-mainz.de

Internet: http://www.unimedizin-mainz.de/htg