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Massen-Proteste für Muammar Abu Minyar al-Gaddafi

Massen-Proteste für Muammar Abu Minyar al-Gaddafi

Mehrere Tausend Menschen unterstützen den Militär-Führer in Libyen – Muammar Abu Minyar al-Gaddafi ruft Demonstranten zu: “Ich bin einer von Euch – wir können Libyen in eine brennende Hölle verwandeln”

Tripolis / Libyen. 25. Februar 2011. (and). Mehrere Tausend Menschen, möglicherweise sogar mehr als 10.000 Menschen demonstrieren für ihren “Revolutions”-Führer Muammar Abu Minyar al-Gaddafi auf dem Green Square in der Hauptstadt von Libyen. Diese Bilder zeigte das Staatsfernsehen von Libyen und der arabische Fernseh-Sender AL Jazeera etwa gegen 18 Uhr, lokale Zeit 19 Uhr. Muammar Abu Minyar al-Gaddafi zeigte sich auf dem Platz in Person und sprach zu seinen Unterstützern: “Ich bin einer von Euch. Lebt in Würde, feiert, singt und tanzt, verteidigt Euer Öl, Euere Flüsse, verteidigt Euren Stolz, Herrlichkeit, lasst sie die Schande fühlen. Wir können jede fremde Intervention niederschlagen. Wir können Libyen in eine brennende Hölle verwandeln. Alle Stämme und alle Menschen können bewaffnet werden. Wir werden hier sterben. Leben ohne Würde ist wertlos. Behaltet ein hohes Mass an Moral. Seid freudig und freut Euch.”, rief der Militär-Führer mehreren Tausend Menschen auf den Green Square (Grüner Platz) zu.

Mehrere Tausend Menschen zeigten Plakate mit Muammar Abu Minyar al-Gaddafi und schwenkten grüne Fahnen. Der Militär-Führer erklärte in seiner Ansprache: “Bereitet Euch auf die Verteidigung on Libyen vor.” Alle Stämme und Menschen von Libyen könnten zur Verteidigung bewaffnet werden. Es sei möglich, jeden Einfluss von außerhalb und jede Form von früherem “italienischem” Imperialismus zu widerstehen. Die Fernseh-Kamera blendete eine Uhr ein, die die Zeit 19 Uhr zeigte, offenbar ein Versuch, zu zeigen, dass Muammar Abu Minyar al-Gaddafi live zu den Menschen auf dem Platz in der Hauptstadt spricht. Woher die mehreren Tausend Menschen kommen könnten, die den Militär-Führer ohne Zweifel unterstützen, ist zur Zeit nicht bekannt.

Im Osten des Landes sieht die Situation anders aus. In Banghazi und in vielen weiteren Teilen im Osten von Libyen demonstrieren weiterhin mehrere Tausend Menschen gegen Muammar Abu Minyar al-Gaddafi. Inzwischen hat auch die NATO eine dringende Sicherheits-Konferenz einberufen. Mehrere Tausend Menschen sind in Libyen eingeschlossen. Augenzeugen-Berichten zufolge, werden die Menschen aus Europa, Asien und der Türkei teilweise daran gehindert aus Libyen zu fliehen. Beobachter befürchten, dass Muammar Abu Minyar al-Gaddafi und seine Unterstützer möglicherweise planen könnten, Ausländer in Libyen als “Geiseln” oder “menschliche Schutz-Schilde” im Falle einer mlitärischen Intervention der Vereinten Nationen oder der NATO in Libyen festzuhalten.

Unbestätigten Berichten zufolge befinden sich inzwischen auch mehrere Kriegsschiffe aus Deutschland auf dem Wege in Richtung der Gewässer von Libyen. Diese und weitere Informationen können aufgrund der Kommunikations-Sperren nicht unabhängig bestätigt werden. In vielen Teilen von Libyen wurden die Kommunikations- Internet- und Telefon-Verbindungen unterbrochen. Der Fernseh-Sender AL JAZEERA meldet, auch China habe ein Kriegsschiff in Richtung Libyen gesendet, um Staatsbürger aus China in Libyen zu evakuieren. Die Evakuierungen finden, soweit noch möglich, zum Teil auch mit Hilfe von italienischen und weiteren Militär-Flugzeugen statt. Einigen Berichten zufolge seien viele Gast-Arbeiter aus Europa, der Türkei mit bis zu 25.000 Menschen und aus Asien in der Hauptstadt Tripolis “in der Falle” und in der Stadt gegen ihren freien Willen eingeschlossen.

Kampfflugzeuge jagen über Demonstranten hinweg

Kampfflugzeuge jagen über Demonstranten hinweg

Ägypten – Mehrere Hundertausend Demonstranten fordern Rücktritt von Präsident Mubarak – Regierung setzt Kampfflugzeuge und Kampf-Hubschrauber gegen Demonstranten ein

Von Andreas Klamm – Sabaot

Kairo / Ägypten. 30. Januar 2011. Nach Tagen der Demonstranten gegen das Regime und Präsident Mubarak scheint die Situation in Kairo zu eskalieren. Die Regierung von Ägypten setzt jetzt tieffliegende Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber gegen die Demonstranten in Kairo ein. Die Kampfflugzeuge fliegen im Tiefst-Flugzeuge über die Demonstranten hinweg und zeigen eine sogenannte “Show of Force”.

Die Demonstranten in Ägypten fordern weiterhin den Rücktritt von Präsident Mubarak, 83, der seit 30 Jahren die Menschen unter den Bedingungen einer Diktatur regiert. Die Menschen sind verärgert und fordern ein Ende von Folter, Gewalt sowie ein Ende der Verfolgung durch die Staats-Sicherheits-Polizei. Die Demonstranten wünschen sich Demokratie, Frieden, Menschenrechte, freie Reden und eine freie Presse. Der Fernseh-Sender Al Jazeera meldet unterdessen, dass die Regierung von Ägypten jetzt offenbar auch Fernseh-Berichte von den Demonstrationen aus Ägypten verbieten und unterbrechen will und die Abschaltung von Fernseh-Sendern plane.

Seit mehreren Tagen, bestätigen auch Touristen aus Groß Britannien, sind nahezu alle Telekommunikations-Verbindungen, Mobil-Telefone, das Internet und auch Fest-Netz-Telefonanschlüsse von der Regierung in Ägypten unterbrochen. Nach Informationen wurden bislang mehr als 100 Menschen während der Tage andauernden Demonstrationen bei Auseinandersetzungen mit der Polizei getötet und mehr als 2000 Menschen verletzt. Offenbar solle verhindert werden, dass die Menschen in Ägypten frei kommunizieren können und Informationen von Ägypten in andere Länder übermitteln können.

Der 83-jährige Präsident Hosni Mubarak, der an Ösophagus-Krebs erkrankt ist, zeigte bislang keine Anzeichen, dem Willen des Volkes in Ägypten zu folgen und zurückzutreten. Gestern ernannte der Präsident von Ägypten erstmals seinen 30 Jahren den ehemaligen Geheimdienst-Chef Omar Suleiman zum Vize-Präsidenten. Die U.S.A. argumentiert, dass Präsident Mubarak für die Stabilität in Ägypten wichtig sei und in den komplizierten Beziehungen zu Israel. Wie die U.S. Regierung im Falle des plötzlichen Ablebens von Präsident Mubarak diplomatisch und politisch reagieren würde, ist bislang nicht bekannt.

Nach menschlichem Ermessen befindet sich der Präsident mit 83 Jahren in einem Alter, in dem das natürliche, plötzlich, unerwartete Ableben möglich wäre. Wie die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel auf eine solche Situation reagieren würden, ist bislang nicht näher bekannt. Nicht näher bekannt sind auch die Standpunkt der U.S. Regierung zur Forderung der Menschen in Ägypten nach freien Wahlen, Frieden, freie Presse, Meinungs- Presse- Informations- und Kommunikations-Freiheit, Menschenrechte, soziale Sicherheit und für den Rücktritt von Präsident Mubarak.